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Eigenen Song produzieren

Herausgegeben von Hubert Huber in Songwriting · 26/11/2015 09:57:00
Tags: SongschreibenwelcheSpracheSong
Deinen eigenen Song produzieren

Nachdem du jetzt weisst, worauf es ankommt, wenn du dich als MusikerIn bewirbst,  gehen wir jetzt langsam aber sicher zu dem wichtigsten Punkt über – nämlich zu deinem ersten eigenen Song. Aber wie wählst du DEINEN Song aus, der für dich passt, mit dem du dich identifizieren kannst? Was ist wichtig bei der Songauswahl? Welche Rolle spielt die Sprache des Textes? Ja, du hast die Überschrift richtig gelesen, auch du kannst deinen eigenen Song produzieren! Wie das geht, will ich dir gerne verraten. Lies einfach weiter…..

Eigenen Song schreiben:
Überlege dir, welcher Typ Mensch in dir steckt. Bist du ausgeflippt oder eher introvertiert? Mache dir eine Liste mit all deinen Interessen, mit den Eigenschaften die dich auszeichnen. Was interessiert dich besonders? Ist es das Thema Beziehungen, ist es gesellschaftspolitisches oder hast du einfach Spass am Leben und kannst dir vorstellen, deine Gedanken mit deinen Fans zu teilen? Ich habe bewusst diese 3 Themenbereiche angeführt, weil diese zu den Top-Themen von kommerziell erfolgreichen Songs gehören. 
Bist du ein attraktiver junger Mann, könntest du beispielsweise thematisch die Träume junger Mädchen mit deinen Songs ansprechen oder aber die Herausforderungen eines jungen aufstrebenden Menschen in deinem Song beschreiben. Lebst du in einem Stadtteil, der als sozialer Brennpunkt gilt, ist das Songthema vielleicht gesellschaftspolitisch angehaucht und, was wichtig ist, du könntest dich wahrscheinlich gut damit identifizieren. 
Du siehst, ein zentraler Punkt ist deine Identifikation. Auch wenn es vielen Künstlern, die am Anfang ihrer Karriere stehen, nicht bewusst ist, der Zuhörer spürt ganz genau, ob du dich mit dem identifizierst, was du von dir gibst, oder nicht. Dieser Zuhörer muss nicht Dieter Bohlen oder Heino heissen, damit er dazu in der Lage ist! Achte dich mal bei deinen Favoriten darauf! Rapper sind im Allgemeinen die besten Beispiele! Was besonders auffällt, diejenigen, die ihre Songs am besten verkörpern, sind die erfolgreichsten im Business. Und das gilt nicht nur für Rapper!

Soll der Song jetzt in deutscher, oder in englischer Sprache sein?
Denk über folgendes Szenario nach: Ein erfolgreicher Sänger, er ist bereits seit 40 Jahren im Geschäft, singt über Themen, die jeden betreffen. Er singt über Sehnsucht, Wut und Kapitulation, oder einfach nur darüber, wie schön das Leben doch sein kann. Er verarbeitet all seine Gefühle in seiner Musik. Die verkaufte Stückzahl an Tonträgern in den 40 Jahren seiner Präsenz beträgt über 100 Millionen Stück!! Dieser Sänger singt ausnahmslos in deutscher Sprache.

Ein anderer Künstler, er ist seit 20 Jahren im Geschäft, macht mit Alkoholexzessen und Heiratsankündigungen von sich Reden, bringt Bühnenshows, wo es sehr oft um Erotik und Verführung geht. Er hat bisher 50 Millionen Tonträger verkauft. Dieser Sänger singt in englischer Sprache.

Welcher der beiden ist jetzt der erfolgreichere? Richtig, es kommt auf das Zielpublikum an und wie dieses angesprochen wird!

Nachdem du ja jetzt das Thema hast, mit dem du dich identifizieren kannst, überleg dir, wen du damit ansprechen willst, bzw. kannst.
Such dir 2 oder 3 erfolgreiche Stars aus den Medien und verfolge, wer deren Publikum ist. Du wirst schnell herausfinden, dass jeder Popstar eine genau definierte Zielgruppe hat. Die Lieder und die Performance, das Marketing und die Songtexte sind auf die jeweilige Zielgruppe zugeschnitten. So feiern internationale Topstars ihre Erfolge, indem sie ihre Zielgruppe genau kennen und den entsprechenden Song produzieren bzw. den richtigen Song schreiben lassen!
Im Popbereich könnte dir als Beispiel Herbert Grönemeyer dienen. Er spricht mit seiner Musik vorwiegend die Zielgruppe 30+ an. 
Oder wenn du die Jugendzeitschrift „Bravo" aufschlägst überleg dir, wen die vorgestellten Bands ansprechen. Wer ist hier die Zielgruppe? Welche Themen bevorzugt die jeweilige Zielgruppe.

Nach der Überlegung, welche Sprache deine Zielgruppe in deren Songs bevorzugt, wirst du die Frage nach der Sprache deiner Songs ganz leicht selbst beantworten! Identifiziere dich mit dem, was du singst!

3 Möglichkeiten wie du deinen eigenen Song produzieren kannst:
Du beherrscht einen Song aus den Charts wirklich gut – besorg dir eine „Karaoke-Version", such dir ein Tonstudio, es kann auch nur ein Projektstudio, ohne riesengrosser Ausrüstung sein. Du wirst damit rechnen müssen, dass dich dieser „Ausflug" etwa 100 – 200 EURO Kosten wird.
Vorteil: Das Playback ist perfekt in Szene gesetzt, du hast nur deine eigene Stimme als Unsicherheitsfaktor.
Nachteil: Dein Song ist und bleibt eine Kopie, die ans Original niemals heranrecht und permanent im Schatten stehend am Original gemessen werden wird.
Du kannst deinen eigenen Song schreiben. Deine musikalischen Fähigkeiten an der Gitarre, am Keyboard sind ausreichend, dass du dir zutraust deinen Song im Studio zu performen.
Vorteil: Du hast Gestaltungsfreiheit
Nachteil: Möglicherweise wird dein Song – trotz gutem Studio und Techniker – saumässig schlecht klingen, weil dir die Erfahrung im Studio und bei der Performance deines Instrumentes fehlt um gleiche Qualität, wie die der Stars abzuliefern. Kostenpunkt ist hier schnell mal 500 - 700 Euro. Der Techniker muss alle einzelnen Spuren noch säubern, abmischen und das ganze noch Mastern, also den Feinschliff und alle erforderlichen Infos mit auf die CD brennen. Ganz zu Schweigen von den Aufnahmen selbst, die manchmal den letzten Nerv kosten!

Du siehst dich nach Komplettangeboten um. Diese Möglichkeit kommt einem nicht exklusiven Plattenvertrag schon sehr nahe. Da gibt es einen Produzenten, einen Texter, einen Techniker….. Dabei kannst du häufig mitreden, welches Songthema gewählt werden soll und welche Musikrichtung du einschlagen willst. 
Vorteil: Mitgestaltung. Du bekommst einen fertig produzierten Song,  professionelles Recording aller Instrumente. Der Song ist zwar nicht 100% von dir, du hast aber die Lizenz, den Song exklusiv mit deinem Namen zu verkaufen.
Nachteil: Du musst auch hier selbst Geld in die Hand nehmen, welches du über Refinanzierung aber wieder reinbekommst!

Du kannst davon ausgehen, dass der Aufbau eines Künstlers dem Plattenlabel etwa 100 000 Euro und manchmal mehr kostet. Natürlich kannst du den konventionellen Weg gehen, und ein Handyvideo deiner Performance mit ein paar Zeilen an alle möglichen Plattenfirmen schicken, glaub mir aber, das ist Zeit und Energie, die du besser in die Positionierung deiner Musik stecken solltest! 
Du brauchst kein internationales Plattenlabel zum Start, was du neben einer Portion Glück brauchst ist vor allem Vertrauen in deine Fähigkeiten, an denen du permanent arbeitest. Dieses Vertrauen baust du nicht durch Träumen vom grossen Plattenvertrag auf, sondern durch eigene Entscheidungen und eigenes Handeln.

Liebe Grüsse
Hubert Huber


PS: Infos über ein „Komplettpaket" erhältst du hier. Dieses habe ich bereits getestet und kann dir daher mit ruhigem Gewissen sagen, dass es funktioniert.

PPS: Beim nächsten Mal befassen wir uns mit der Generierung von Auftrittsadressen und der Refinanzierung deiner DemoCD.



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