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Wer schreibt, der bleibt

Herausgegeben von Hubert Huber in Allgemeines · 31/12/2015 10:58:00
Tags: VertragPlattenvertragAuftrittsverztrag
Du kennst dieses Sprichwort sicherlich. Im Musikbusiness gilt diese Regel ganz besonders. Jede Vereinbarung sollte schriftlich fixiert werden.
 
Erst das Gespräch
Bevor ein Vertag geschlossen wird, kommt es zu Gesprächen über das Für und das Wider einzelner Punkte, die einer Vereinbarung bedürfen. Wer einen Vertrag erstellt, sollte sich in die Lage des Richters hineinversetzen. Denn später strittige Sachverhalte müssen letztlich vor Gericht geklärt werden.
Ein Vertrag wird meist durch einen eigenen Entwurf erstellt. Meist präsentiert die andere Seite einen Gegenentwurf. Das ist völlig normal.
 
Ein Vertrag muss durchsichtig sein. Sind Sachverhalte nicht vollständig erklärt, kommt es mit grosser Wahrscheinlichkeit zu späteren Unstimmigkeiten. Wir ein Vertrag im Beisein eines Notars geschlossen, so ist dieser als gewissermassen öffentliches Amt verpflichtet, unparteiisch zu sein und entsprechend zu beraten und zu gestalten. Der Rechtsanwalt hingegen ist parteiisch. Er ist verpflichtet, das Beste für die von ihm vertretene Seite herauszuholen.
Selbstverständlich kannst du Verträge auch selber abschliessen.
 
Arten der Vertragsgestaltung
Genaue Angabe über die Vertragpartner und deren Vertragspositionen
Eine Einleitung über den Sinn des abzuschliessenden Vertrages
Kurzerklärung der wesentlichen Vertragspunkte
Rechte und Pflichten der Partner
Dauer des Vertrages, Rücktritts- und Kündigungsmöglichkeiten, genaue Aufklärung über die Folgen eines Rücktritts oder Kündigung
Hinweis auf Leistungsstörungen – wenn ein Partner seine versprochene Leistung nicht erfüllt, was soll dann geschehen? Welche Absicherung kann vertraglich vereinbart werden
Genaue Regelung bei der Lösung von Konflikten jeder Art, die aus dem Vertrag entstehen
Bestimmungen zum Schluss.
 
Der Inhalt des Vertrages muss klar und deutlich sein. Im Musikbusiness erlebe ich immer wieder, dass Vertragspositionen verklauselt werden und dadurch wichtig erscheinen sollen. Verträge sollten beide Vertragspartner nicht nur lesen sondern auch verstehen. Eine komplizierte Verklauselung trägt zum Verständnis weniger bei als klare Aussagen!
 
Alle Vereinbarungen, insbesonders jene, die vorab am Telefon gemacht werden sollten unbedingt bestätigt werden. Eine einfache E-Mail mit entsprechendem Inhalt an den Gesprächspartner reicht völlig aus. Diese Absprachen müssen im späteren Vertrag erwähnt werden. Deshalb ist bei Vertragsgesprächen die Aktennotiz unerlässlich.
 
Keine eiligen Vereinbarungen
Der Vertrag muss alle Punkte enthalten, die zur Erfüllung dienen. Alles, was darüber hinaus besprochen wird und nicht schriftlich festgehalten ist, wir erstmal wirkungslos – obwohl man so ziemlich gegen alles klagen kann – aber das ist keine Lösung, es kostet Nerven, Geld und erfordert manchmal viel Lügerei.
 
Wichtig:
Wer von Anfang an auf einen Vertragsabschluss drängt – oder noch unheimlicher – wer wochenlang redet wie ein Wasserfall und dann Druck macht mit dem Hinweis, er habe noch andere Interessenten, sollte mit Vorsicht genossen werden. Genauso sind so genannte interne Regelungen in Zusammenhang mit Verträgen gefährlich. Nach dem Motto. „Das machen wir schwarz!“.
Wiege immer die Verhältnismässigkeit ab, denn Druck machen ist nicht immer schlecht!
 
Ich kenne eine Band, die für einen Unternehmer engagiert wurde. Es sind alle Voraussetzungen für die Auftrittspflicht unterschrieben worden und bei der Gage fügte der Unternehmer  „Black“ ein. Sätze wie „da werden wir uns schon einig werden“ sind genauso gefährlich.
In einem Vertrag muss jeder Punkt erklärt werden.
 
Wenn ein Vertragspartner unerfahren ist:
Es gibt im Bürgerlichen Gesetzbuch BGB (in Deutschland ist das der Paragraph 138 Abs.2) einen Paragraphen, der in solchen Fällen den unerfahrenen Vertragspartner schützen soll. Hier wird erwähnt, dass es nicht erlaubt ist, die Unerfahrenheit oder den Mangel an Urteilsvermögen einer Partei auszunutzen.
Das trifft besonders bei Verträgen zu.
 
Jeder tut gut daran, genügend Zeit zum Lesen zu geben und gegebenenfalls den Vertrag einer Vertrauensperson zum prüfen zu übergeben.
Die Vertragserstellung muss genug Zeit in Anspruch nehmen, damit später keine Partei sagen kann, sie hätte nicht genug Zeit zum Prüfen gehabt.
Es kommt immer wieder vor, dass ein Vertragspartner vor Gericht vorträgt, man habe ihm nicht genug Zeit gegeben oder man habe ihm den Vertrag falsch, nicht richtig, unverständlich oder überhaupt nicht erklärt. Das muss er allerdings beweisen.
 
Vorsicht mit unbestimmten Worten
Bemühe dich, einen Vertrag möglichst durchsichtig zu machen! Benutze keine Redewendungen wie:
  • „Wird sich bemühen
  • „Will“
  • „Vielleicht“
  • „unter Umständen“
  • Vergiss das!
 
Besser ist:
„….ist berechtigt“
„wird folgende Aufgaben erfüllen“
„ohne Ausnahme“
„muss“
 
Klare Verhältnisse:
Die erwähnten klaren Verhältnisse sind:
  • Was ist beabsichtigt – klare Auslegung
  • Die Grundlage der gemeinsamen Vereinbarung
  • Was möchten beide Vertragpartner bezwecken
  • Welche Verpflichtungen sind zusammen zu erledigen Erklärung von Fachbegriffen
 
Vertragsstrafen
„Wenn der Vertragspartner über den Inhalt dieses Vertrages mit Dritten spricht, verpflichtet er sich zu einer Konventionsstrafe von EUR 10.000“ Solche Formulierungen werden 18-jährigen Sängern zur Unterschrift vorgelegt!! Das Ergebnis ist, dass man sich fürchtet, den Vertrag mit unabhängigen Experten zu prüfen, insbesondere, wenn Vertragsklauseln sittenwidrig sind! Darauf möchte ich nicht näher eingehen!
Eine besondere Warnung geht an Eltern, die im Show-Geschäft für ihre minderjärigen Kinder unterschreiben – nach dem Motto – der Vertragspartner (also das Kind) verpflichtet sich, jeder Zeit zur Verfügung zu stehen. Hier taucht bereits das erste Problem auf: Diese Verpflichtung verstösst gegen das Schulgesetz!
Vertragsstrafen sind gesetzlich genau geregelt. Im Baugewerbe sind solche Konventionalstrafen üblich, wenn beispielsweise Termine nicht eingehalten werden.
Kein Künstler sollte sich abhalten lassen, einer Person oder sogar sich einem Rechtsanwalt anzuvertrauen. Am besten schon im Vorfeld.
 
Etwas anderes ist es, wenn der Vertrag enthält, dass über finanzielle Vereinbarungen Dritten gegenüber nicht gesprochen werden darf. Das betrifft nicht die Beratung durch einen Rechtsanwalt. Eine Vertragsstrafe setzt in der Regel auch einen nachweisbaren Schaden voraus.
 
Zusammenfassung:
  • So sollte eine Vertragsverhandlung ablaufen:
  • Zuerst wird verhandelt – Für und Wider
  • Als Grundlage dient ein Modellvertrag oder ein eigenes Konzept
  • Dann wird erneut verhandelt
  • Der Vertrag wird erstellt
  • Der Vertrag wird noch einmal vorgelesen und besprochen
  • Bei Differenzen erfolgen Verbesserungen
  • Es kommt zum Vertragsabschluss
  • Im Vertrag sollten Vertragsbedingungen mit Zeitangabe erwähnt werden. (Bsp: Wir haben den Vertrag insgesamt vier Stunden lang ausführlich besprochen)
  • Datum
  • Unterschrift
 



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